Warnschild „Eichenprozessionsspinner“ an einer Eiche am Straßenrand

Saisonaler Einsatz an Eichen

Eichenprozessionsspinner am Baum? Nicht selbst entfernen.

Eichenprozessionsspinner sollten nicht abgekehrt, abgespritzt oder abgeflämmt werden. Die Brennhaare können Haut, Augen und Atemwege reizen und sich über die Luft verteilen. Wir beurteilen den Befall, sichern den Arbeitsbereich und entfernen die Nester mit geeigneter Schutzausrüstung kontrolliert.

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Warum Sie nicht selbst eingreifen sollten

Die Brennhaare lösen sich vom Nest und werden vom Wind verteilt. Abkehren, Abspritzen, Absaugen mit einem Haushaltsgerät oder Abflämmen verteilt sie zusätzlich und erhöht die Belastung – für Sie, für Nachbarn und für den Bereich unter dem Baum. Auch alte Nester bleiben über lange Zeit reizend.

Woran Sie einen Befall erkennen

  • Weißlich-graue, gespinstartige Nester an Stamm oder Astgabeln einer Eiche.
  • Raupen, die in Reihen hintereinander den Stamm hinaufziehen.
  • Ein Nest, das über Wochen größer und dunkler wird und im Baum verbleibt.
  • Hautreizungen oder Juckreiz bei Personen, die sich unter der Eiche aufgehalten haben.
  • Betroffen sind fast ausschließlich Eichen, vor allem freistehende und besonnte Bäume.

Wo der Einsatz besonders dringend ist

Spielplätze, Kitas und Schulen

Wo Kinder spielen, hat die Entfernung Vorrang. Bis wir da sind, gehört der Bereich unter dem Baum abgesperrt – auch wenn das für ein paar Tage unbequem ist.

Terrassen und Gärten

Sitzplatz, Grill oder Wäscheleine unter einer Eiche: genau da fällt der Befall zuerst unangenehm auf. Die Haare setzen sich in Textilien fest.

Wege, Parkplätze und Sportanlagen

Auf öffentlich genutzten Flächen planen wir die Absperrung mit ein, bevor wir anfangen – sonst steht während der Arbeiten jemand darunter.

Gewerbe und Verwaltung

Für Hausverwaltungen und Betriebe stimmen wir Termin und Dokumentation vorher ab. Sie bekommen schriftlich, was wann gemacht wurde.

Warum vorher abgesperrt wird

Beim Entfernen lösen sich Brennhaare. Sie sinken langsam und verteilen sich weiter, als das Nest vermuten lässt – der abgesperrte Bereich ist deshalb deutlich größer als der Baum.

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  1. Nest am StammEin Gespinst aus Häutungsresten, Kot und Brennhaaren. Es bleibt auch nach dem Abwandern der Raupen wirksam.
  2. AufenthaltsbereichTerrasse, Spielplatz, Weide oder Sitzgruppe. Ihre Nähe bestimmt die Dringlichkeit, nicht die Größe des Nestes.
  3. Abgesperrter BereichWährend des Einsatzes bleibt die Fläche unter und um den Baum frei. Er ist größer als der Kronenbereich.
  4. Absaugen statt abschlagenDas Nest wird abgesaugt oder eingebunden, damit möglichst wenig Haare freigesetzt werden. Das Material geht geschlossen in die Entsorgung.

So läuft ein Einsatz ab

Die Brennhaare bleiben auch in alten, leeren Nestern reizend. Deshalb steht das Absichern vor dem Entfernen – und die Entsorgung ist Teil des Einsatzes.

Ablauf in fünf Schritten: Befall melden, Lage beurteilen, Bereich absichern, Nester kontrolliert entfernen, kontrolliert entsorgen.

  1. Symbol für den Arbeitsschritt „Sie melden uns den Befall“

    Sie melden uns den Befall

    Ein Foto aus sicherer Entfernung genügt für die erste Einordnung.

  2. Symbol für den Arbeitsschritt „Wir beurteilen die Lage“

    Wir beurteilen die Lage

    Wie viele Nester, wie hoch, und wer hält sich darunter auf? Daran entscheidet sich, ob wir morgen kommen oder nächste Woche.

  3. Symbol für den Arbeitsschritt „Wir sichern den Bereich“

    Wir sichern den Bereich

    Während der Arbeiten bleibt der Bereich unter dem Baum gesperrt.

  4. Symbol für den Arbeitsschritt „Wir entfernen die Nester“

    Wir entfernen die Nester

    In Schutzausrüstung und mit einem Verfahren, das so wenig Brennhaare wie möglich freisetzt – abgesaugt, nicht abgeschlagen.

  5. Symbol für den Arbeitsschritt „Wir entsorgen kontrolliert“

    Wir entsorgen kontrolliert

    Das Material geht verschlossen vom Grundstück. Es bleibt nichts liegen, was im nächsten Sommer noch juckt.

Häufige Fragen zum Eichenprozessionsspinner

Wann ist die Saison?

Der Befall wird meist zwischen Mai und August auffällig. Nester können aber auch danach noch belastet sein.

Kann ich das Nest einfach abspritzen?

Nein. Wasser, Besen oder Feuer verteilen die Brennhaare zusätzlich und verschlimmern die Lage.

Was tue ich bis zum Einsatz?

Halten Sie Kinder und Haustiere aus dem Bereich unter dem Baum fern und lüften Sie Wäsche nicht darunter.

Sind alte, leere Nester harmlos?

Nein. Die Brennhaare bleiben über lange Zeit reizend, auch wenn die Raupen längst weg sind.

Passt das nicht ganz?

Dann ist es vielleicht etwas anderes. Diese Seiten klären den Unterschied – bevor Sie das Falsche anfragen.

Nächster Schritt

Je früher, desto kleiner der Aufwand.

Senden Sie uns ein Foto aus sicherer Entfernung. Wir sagen Ihnen, wie dringend es ist – auch dann, wenn die Antwort lautet: Das hat Zeit.

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Einsatzgebiet: Rhein-Sieg-Kreis, Bonn und Köln.