Aufgeschichtetes Stammholz nach einer Fällung

Kosten und Angebot

Was kostet eine Baumfällung?

Höhe, Zustand, Zugang, Sicherungsaufwand und Entsorgung bestimmen den Preis einer Fällung. Was den Aufwand treibt – und was sich am Telefon nicht klären lässt.

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Lesezeit 5 MinutenStand 26.08.2026Arborista Baumdienst

Kurz beantwortet

Der Preis einer Fällung entsteht aus fünf Faktoren: Höhe und Masse des Baumes, sein Zustand, der Zugang zum Standort, der nötige Sicherungsaufwand und der Umgang mit dem anfallenden Material. Zwei gleich hohe Bäume können sich im Aufwand um ein Mehrfaches unterscheiden – deshalb nennt ein seriöses Angebot erst nach der Besichtigung eine Summe.

Warum Baumhöhe allein nichts aussagt

Die Höhe bestimmt, wie viel Holz anfällt. Sie sagt nichts darüber, wie dieses Holz zum Boden kommt. Ein freistehender Baum auf der Wiese kann am Stück gefällt werden – das ist ein Arbeitsgang. Derselbe Baum zwischen Haus, Zaun und Leitung muss von oben abgetragen werden: Anschlagpunkt setzen, aufsteigen, jedes Teil einzeln absetzen und geführt ablassen. Die Höhe ist gleich, der Aufwand nicht.

Die fünf Faktoren im Einzelnen

  • Höhe und Masse: bestimmen die Menge des Materials und die Zahl der Arbeitsgänge.
  • Zustand: Ein geschädigter oder abgestorbener Baum trägt Klettertechnik nicht zuverlässig. Dann ist ein anderer Zugang nötig – häufig der teurere.
  • Zugang: Kann eine Hubarbeitsbühne in Reichweite der Krone stehen? Trägt der Untergrund? Muss über ein Grundstück gefahren werden?
  • Sicherungsaufwand: Absperrung, Verkehrsführung, Schutz von Dach, Wintergarten, Zaun oder Bepflanzung.
  • Material: Häckseln vor Ort, Abtransport, Aufarbeitung des Stammholzes, Wurzelstock fräsen – jede Stufe ist eine eigene Entscheidung.

Was den Preis am häufigsten unerwartet erhöht

In der Praxis sind es selten der Baum selbst, sondern die Randbedingungen: eine Zufahrt, die für die Bühne zu schmal ist. Ein Nachbargrundstück, über das der Ablassbereich führen müsste. Eine Freileitung, die den Ablauf mit dem Netzbetreiber abstimmungspflichtig macht. Ein Termin, der sich nach dem Verkehr richten muss statt nach dem Kalender. Alles davon ist vor Ort in Minuten erkennbar und am Telefon praktisch nie.

Warum wir am Telefon keine Summe nennen

Eine telefonische Zahl wäre entweder so vorsichtig kalkuliert, dass sie unnötig hoch ausfällt, oder so knapp, dass sie später korrigiert werden müsste. Beides hilft niemandem. Deshalb ist die Reihenfolge bei uns fest: Sie schildern die Situation, wir sehen den Baum an, Sie erhalten ein schriftliches Angebot mit benanntem Leistungsumfang. Was die Besichtigung selbst kostet, sagen wir Ihnen vorher.

Woran Sie ein belastbares Angebot erkennen

  • Es benennt die Methode – Fällung am Stück, stückweiser Abtrag, Bühne, Kombination.
  • Es sagt, was mit dem Material geschieht, statt es offenzulassen.
  • Es trennt Wurzelfräsen und Entsorgung als eigene Positionen ab.
  • Es nennt, wer absichert und wer eine eventuell nötige Genehmigung einholt.
  • Es kommt nach einer Besichtigung, nicht nach einem Foto.

Aus der Praxis

Zwei Fällungen, zwei völlig verschiedene Abläufe

Aufgearbeitetes Stammholz auf einem Anhänger neben einer Wiese

In einem dokumentierten Einsatz stand der Baum an einer befestigten Fläche: Die Hubarbeitsbühne konnte direkt an die Krone fahren, die Arbeit lief zügig und ohne Kletterzugang. In einem anderen Einsatz kam keine Maschine an den Baum heran – der Abtrag lief vollständig über Seilklettertechnik, jedes Stammstück wurde einzeln abgelassen. Vergleichbare Bäume, sehr unterschiedlicher Aufwand.

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Was das für Sie bedeutet

  • Sammeln Sie vor der Anfrage zwei Informationen, die den Aufwand am stärksten bestimmen: Wie kommt man an den Baum heran, und was steht im Umfeld?
  • Ein Foto vom Baum und ein Foto vom Zugang sagen mehr als eine Höhenangabe.
  • Wenn mehrere Arbeiten anstehen, fragen Sie sie gemeinsam an. Kontrolle, Fällung, Fräsen und Entsorgung in einem Ablauf spart Anfahrten und Rüstzeiten.

Weiterführende Fragen

Ist die Besichtigung kostenpflichtig?

Das Angebot nach der Besichtigung ist kostenfrei. Ob für Anfahrt oder Besichtigung selbst etwas anfällt, sagen wir Ihnen vorher am Telefon – nicht hinterher auf der Rechnung.

Kann ich das Holz behalten und dadurch sparen?

Ja, das lässt sich vereinbaren. Ob es günstiger wird, hängt davon ab, ob das Holz auf der Fläche liegen bleiben kann oder trotzdem bewegt werden muss.

Warum kostet ein toter Baum manchmal mehr als ein gesunder?

Weil abgestorbenes Holz unberechenbar bricht. Der Kletterzugang scheidet dann oft aus und es braucht Technik, die den Baum von aussen erreicht.

Rechnet sich eine Kronensicherung gegenüber einer Fällung?

Häufig ja – nicht nur finanziell. Ein erhaltener Baum muss nicht ersetzt werden, und eine Ersatzpflanzung kann bei bestehender Baumschutzsatzung ohnehin verlangt sein.

Nächster Schritt

Aufwand statt Schätzung

Zeigen Sie uns den Baum und den Zugang. Nach der Besichtigung steht der Umfang schriftlich fest.

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